Dr. Martin Runge, MdL

Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Bayerischen Landtag

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Gigaliner - Teure Schäden, massives Sicherheitsrisiko

München (11.11.2011/ug). Ab Januar 2012 dürfen Lang-LKW, sogenannte Gigaliner, vorerst für fünf Jahre auf Streckenabschnitten in Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen fahren. Auch die bayerische Staatsregierung hat diesem Feldversuch des Bundesministeriums für Verkehr zugestimmt und Versuchsstrecken in Bayern vorgeschlagen.

„Damit werden alle Bemühungen konterkariert, Güter verstärkt auf die Schiene zu verlagern. Das ist verkehrspolitisch und umweltpolitisch das völlig falsche Signal und das Einfallstor dafür, dass immer größere Lastwagen auf die Straßen geschickt und weitere Strecken für Gigaliner freigegeben werden“, so Dr. Martin Runge, grüner Landtagsabgeordneter aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Die Infrastruktur ist für den Einsatz von Riesenlastern überhaupt nicht vorbereitet, es drohen immense Schäden. „Lastwagen in dieser Dimension bedeuten durch ihr Gewicht eine stärkere Abnutzung und gefährden durch ihr enormes Ausmaß vor allem Brückenbauwerke“, erklärt Martin Runge. Darüber hinaus stellen Gigaliner ein massives Sicherheitsrisiko für die anderen Verkehrsteilnehmer dar – zum Beispiel bei Überholmanövern.

Im Landkreis Fürstenfeldbruck sollen die Riesenlaster erst einmal die A 8 durch den Landkreis befahren dürfen. Von der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck aus soll dann auf Dachauer Flur die Strecke über die B 471 bis zum neuen Gewerbegebiet in Bergkirchen für Gigaliner zugelassen sein. Nie ganz auszuschließen sei, dass im Zuge bzw. nach Beendigung des Gigalner-Versuchslaufs dann durchaus Ausweitungen der von Gigalinern zu befahrenen Straßen auch im Landkreis Fürstenfeldbruck drohen.