Arbeitsplätze und technologisches Know how im Feuer - Grüne fordern Bericht der Staatsregierung zur Zukunft von Nokia Siemens Network
München (15.2.2012/sip). Die Landtagsgrünen haben von der Staatsregierung schnellstmöglich einen Bericht im Wirtschaftsausschuss über die Zukunft von Nokia Siemens Network gefordert. Nach den Plänen des Unternehmens soll der komplette Standort München mit rund 3600 Arbeitsplätzen dicht gemacht werden. Der Fraktionsvorstand der Grünen hatte sich deshalb am vergangenen Montag mit einer Delegation des Betriebsrats von Nokia Siemens Networks getroffen und eine enge Kooperation vereinbart.
„Insbesondere Siemens muss jetzt in die Pflicht genommen werden, um das Beste für den Standort und die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herauszuholen“, so der Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher Martin Runge. Ein Aus für NSN am Standort München habe auch immense industriepolitische Auswirkungen, warnen die Grünen: „Mit Nokia Siemens Networks würde der letzte große deutsche Hersteller von Telekommunikationstechnik wegbrechen. Die Netzwerktechnik würde in Deutschland zunehmend von chinesischen Anbietern dominiert. Das wiederum wirft drängende Fragen nach der Datensicherheit auf.“
Die Staatsregierung solle deshalb umgehend über ihre Bemühungen, den NSN-Standort zu erhalten, berichten, fordert Martin Runge: „Insbesondere Wirtschaftsminister Zeil hat sich hier ja weit aus dem Fenster gelehnt. Er ist deshalb jetzt auch dringend gefordert, umfassend zu liefern.“







