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Lärmschutz an Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen
Lärm schädigt die Gesundheit, mindert die Leistungs- und die Lernfähigkeit und stört das Wohlbefinden. Angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die negativen Auswirkungen von Lärm ist die Minderung der Lärmbelastung dringend geboten. Verkehrslärm ist in Deutschland und vielen europäischen Ländern die dominante Belästigungsquelle im Wohnumfeld in den Städten und entlang der größeren Verkehrsstraßen. Nach Angaben des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU 2004) fühlen sich 65 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in ihrer Wohnumgebung durch Straßenverkehrslärm belästigt. Dies trifft in besonderem Maße für die Anwohner und Anwohnerinnen an Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen zu.
Vor diesem Hintergrund gilt es, gerade im Umfeld größerer Straßen für eine Lärmminderung zu sorgen. Bisherige entsprechende Vorstöße wurden in den meisten Fällen jedoch abgewiesen unter Verweis auf die bundesweit geltenden Grenzwerte. Diese Grenzwerte liegen jedoch unseres Erachtens viel zu hoch, es handelt sich um auf einen längeren Zeitraum bezogene Durchschnittswerte („Mittelungspegel“) und die Ermittlungs- und Bewertungsverfahren sind unzureichend. Viel zu hoch sind vor allem die Lärmsanierungsgrenzwerte mit beispielsweise für reine und allgemeine Wohngebiete 60 dB (A) für die Nacht und 70 dB (A) tagsüber. Auch Vertreter des zuständigen Bayerischen Staatsministeriums des Innern haben zuletzt für mehr Handlungsspielräume für die Länder plädiert, welche sich ergeben würden über eine „Absenkung der Lärmsanierungsgrenzwerte".
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